André hat es geschafft -  mit einer Ausbildung ist er nun zum Projektmanager aufgestiegen und betreut Kunden, wenn es um das Thema Software und Informatik geht. Lies hier alles über seinen #KARRIERE weg.


Was hast du für eine Ausbildung absolviert und warum hast du dich dafür entschieden?

Als sich die Schulzeit dem Ende neigte, musste ich entscheiden, ob ich besser studieren oder eine Ausbildung machen sollte. Nach der ganzen Theorie in der Schule fand ich den Gedanken toll, mal etwas Praktisches zu machen. Da ich mich schon damals sehr für Informatik interessiert habe und auch schon während des Abiturs einige kleinere Entwicklungsprojekte umgesetzt habe, habe ich mich dann für eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung entschieden.

Wieso bist du hier in der Region geblieben?

Gute Frage, eigentlich wollte ich nach dem Abi erstmal raus aus Suhl. Ich habe mich auch überregional beworben und einige Einladungen zu Vorstellungsgesprächen erhalten. Rückblickend waren es eher die wirtschaftlichen Zwänge, die mich hier gehalten haben – es war einfach günstiger weiter bei den Eltern zu wohnen. Davon abgesehen, ist Südthüringen natürlich auch ein schöner Flecken, aber ich denke das habe ich erst im Laufe der Zeit bemerkt und schätzen gelernt.

Warum hast du daraufhin dein Studium begonnen?

Die Ausbildung, meine Firma, die Kollegen, das war schon alles toll, aber bei meiner Arbeit habe ich gemerkt, dass mir das Konzeptionelle, das Prozessdesign, die Organisation einfach mehr Spaß machen als das Programmieren selbst. Darum war mir relativ zeitig klar, dass es nach der Ausbildung mit einem Studium weitergehen muss. Dennoch wollte ich die Ausbildung erstmal abschließen, um einen Job in der Hand zu haben – definitiv keine schlechte Entscheidung.  

Wieso ist die Wahl auf die TU Ilmenau gefallen?

Ich wollte erstmal grundsätzlich an eine Uni und nicht an eine FH, das hat die Auswahl für meinen Wunschstudiengang „Wirtschaftsingenieurwesen“ schon mal eingeschränkt. Ich habe mich damals auch in einigen Rankings über die Qualität der Universitäten informiert. In meiner engeren Wahl stand Aachen, Dresden und Ilmenau. Für Ilmenau sprachen neben der fachlichen Qualität vor allem die gute Betreuung, die entsprechend kleinen Seminargruppen und der gut organisierte Studienablauf. Zudem haben einige meiner ehemaligen Kollegen im Ausbildungsbetrieb auch in Ilmenau studiert und etwas Werbung gemacht ;-)

Inwiefern hat dir deine Ausbildung auch bei deinem nachfolgenden Studium geholfen?

Grundsätzlich unterscheiden sich Studium und Ausbildung schon stark voneinander, allerdings hatte ich im Rahmen der Projekte in der Ausbildung bereits viel Kontakt zu Kunden aus der Industrie und so schon einen guten Blick für die Praxis. Für viele Mitstudenten war der Stoff oft sehr theoretisch, für mich war es hingegen super interessant, weil ich so Wissenslücken schließen konnte und sich mir Zusammenhänge erschlossen haben. Auf diese Weise hatte ich, denke ich, eine gute Motivation auch die etwas langweiligeren Vorlesungen zu besuchen.

Bereust du es, erst eine Ausbildung gemacht zu haben?

Absolut nicht! Klar habe ich mich nach meinem erfolgreichen Studium gefragt, ob ich das nicht auch direkt nach dem Abi geschafft hätte. Aber so sicher bin ich mir da nicht, denn erst während der Ausbildung habe ich gemerkt, wo wirklich meine Interessen liegen. Direkt nach dem Abi hätte ich wohl Informatik studiert, ich bin mir nicht sicher, ob ich damit glücklich geworden wäre.

Würdest du es empfehlen, eine Ausbildung hier in der Region zu machen? Warum oder warum nicht?

Gut, einen großen Anteil an der Ausbildung haben in meinen Augen die Ausbildungsbetriebe, da ist die Region erstmal zweitrangig, denn gute und schlechte Ausbildungsbetriebe gibt es sicher überall. Durch meine Arbeit in der Unternehmensberatung habe ich einen recht guten Einblick in die Unternehmen in Südthüringen. Die Region ist geprägt von kleinen und mittelständischen Betrieben. Im Vergleich zu Großunternehmen sind diese Betriebe sehr flexibel und können individueller auf die Bedürfnisse der Azubis eingehen. Außerdem wird man in kleinen Teams zügiger in das Arbeitsgeschehen eingebunden und übernimmt schon frühzeitig anspruchsvolle Teilaufgaben. In Großunternehmen erwerben Azubis oft fernab des Tagesgeschehens in Lehrwerkstätten ihre Fertigkeiten. Auch wenn es sicher in kleinen Unternehmen oft etwas stressiger und chaotischer zugeht, denke ich, dass Azubis hier praxisnäher ausgebildet werden und in kürzerer Zeit mehr Wissen erwerben können - und darum geht es am Ende doch. Für eine qualitativ hochwertige Ausbildung ist die Region Südthüringen daher, auch aus meiner fachlichen Sicht, gut aufgestellt.   

 

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