Angst vor der mündlichen Prüfung? Wir geben Dir die besten Tipps zur Vorbereitung und zum Bestehen der letzten Prüfung Deiner Schullaufbahn!

WISSEN GIBT SELBSTSICHERHEIT

Vorbeugen kannst Du am besten, indem Du Dich besonders gut auf die mündliche Abiturprüfung vorbereitet und für dieses Fach genauso lernst, wie für die schriftlichen Prüfungen. Denn: Wissen gibt Selbstsicherheit. Du kannst Dir auch im Vorfeld überlegen, welche Fragen wohl gestellt werden und Dir passende Antworten dafür zurechtlegen. Im Gegensatz zu späteren mündlichen Prüfungen, die euch im Studium vielleicht begegnen, hat die Abiturprüfung den großen Vorteil, dass Du zunächst eine zuvor bearbeitete Aufgabe präsentiert. Dadurch wird der Einstieg enorm erleichtert.

DIE VORBEREITUNGSZEIT EFFEKTIV NUTZEN

In den 30 Minuten Vorbereitungszeit solltest Du zunächst die Aufgabenstellung genau durchlesen und überprüfen, ob Du wirklich alles genau verstanden hast. Manchmal hilft es, die Frage für sich selber noch einmal zu paraphrasieren. Sollten dennoch Unklarheiten bleiben, scheu Dich nicht davor, die Aufsichtsperson um Hilfe zu fragen. Sind die Anforderungen klar, kannst Du damit beginnen, den Text zu strukturieren, indem Du wichtige Stellen markierst und Randnotizen machst. Danach geht es an die Ausarbeitung der Notizen. Dabei solltest Du keinen Roman schreiben, sondern aussagekräftige Stichpunkte machen, die Du übersichtlich und in der richtigen Reihenfolge zu Papier bringst. Vorsichtshalber solltet Du die einzelnen Blätter nummerieren, damit kein Chaos in den Unterlagen entsteht.  Das verhindert später unnötig lange Pausen während der Prüfung. Wenn zu viel Text auf dem Papier steht, ist die Gefahr groß, dass Du zu viel abliest. Wenn Du Dich damit aber sicherer fühlst, darfst Du Deinen ersten Satz ausformulieren, damit ein souveräner Einstieg gelingt.

DER EIGENTLICHE PRÜFUNGSTEIL

Auf Fragen der Prüfer solltest Du so ruhig wie möglich reagieren. Es ist auch völlig in Ordnung, nachzufragen, wenn Du eine Frage nicht genau verstanden hast. Gebt eure Antworten niemals aus dem Stehgreif heraus, sondern nehmt euch Zeit dafür. Zunächst solltest Du über die Fragestellung nachdenken, Dir dann die Antwort überlegen und strukturieren. Die Antworten müssen die Frage möglichst präzise beantworten, ohne ausschweifend zu sein. Dazu gehört auch, genau den Kern der Frage zu treffen, schließlich interessiert den Prüfer ein bestimmter Aspekt und nicht das Drumherum. Allerdings macht es sich gut, wenn Du Beispiele anführen kannst. Falls Du gewisse Schlagworte einbringst, mache Dich auf Nachfragen gefasst. Daher ist es wichtig, dass Du diese Fachbegriffe auch wirklich verstanden hast, sonst wird es peinlich. Bei längeren Ausführungen bietet sich auch an, mit einer kleinen Zusammenfassung abzuschließen. Auch wenn der Prüfer das Gespräch leitet, kannst Du doch versuchen, es in eine gewisse Richtung zu lenken. Das bietet sich vor allem an, wenn der Prüfer das Gefühl hat, einen Schwachpunkt gefunden zu haben und an genau der Stelle weiterbohrt. Wenn Du es schaffst, eine Antwort so zu strukturieren, dass die nächste Frage auf einen anderen Bereich abzielt, in dem Du Dich sicherer fühlst, könnt ihr die Prüfungsinhalte zumindest teilweise aktiv mitgestalten. Manchmal ist es aber besser, offen zuzugeben, wenn Du eine Antwort nicht weißt. Gleiches gilt für den Fall, wenn Du den roten Faden verloren hast. Wenn Du es die Prüfer wissen lässt, werden sie Dir in der Regel mit Bemerkungen oder weiteren Fragen weiterhelfen.

SICH SELBST IN SZENE SETZEN

Auch wenn es letztendlich auf die richtigen Inhalte ankommt, kannst Du mit dem richtigen Auftreten doch einige Pluspunkte sammeln. Wenn Du die mündliche Prüfung perfekt meistern willst, solltest Du die allgemeinen Regeln der Kommunikation beachten: 

1. Den Gesprächspartner ausreden lassen: Selbst, wenn Du ahnst, worauf der Prüfer hinaus will, solltest Du ihn die Fragen immer zu Ende stellen lassen und Anmerkungen aufmerksam verfolgen.

2. Blickkontakt herstellen: Während der Prüfung solltest Du nicht einfach verkrampft auf den Boden starren, sondern Blickkontakt halten. Das ist nicht nur höflich, sondern zeigt Selbstsicherheit.

3. Interesse zeigen: Das kannst Du nicht nur über positive Mimik, sondern auch über die Tonlage. Denn wer stets monoton und lustlos spricht, signalisiert Desinteresse.

4. Das richtige Tempo finden: Damit man Dich Dir gut folgen kann, solltest Du beim Sprechen auf ein angemessenes Tempo achten. Wenn Du zu langsam sprichst, könnten die Prüfer eine Unsicherheit vermuten, weil Du Dir erst jedes Wort genau überlegen musst. Ähnliches gilt für zu schnelles Sprechen. So erweckt ihr den Eindruck, dass ihr die Fragen einfach schnell hinter euch bringen wollt.

5. Auf die Lautstärke achten: Auch eine angemessene Lautstärke kann die richtigen Signale aussenden. Wenn Du zu leise und undeutlich sprichst, erweckst Du vielleicht den Eindruck, dass Du was zu verbergen hast. Auf der anderen Seite wollten die Prüfer natürlich auch nicht angeschrien werden.

6. Füllwörter vermeiden: Zu viele „Ähs“ oder „Halts“ können ebenso als ein Zeichen dafür gewertet werden, dass man den Stoff nicht beherrscht.

Kurz und knapp: DON'T PANIK! Es bringt nichts sich verrückt zu machen und die Nerven zu verlieren, das Kostet nur wichtige Zeit. Es gab schon abertausende vor Dir, die durch die mündliche Prüfung mussten und es geschafft haben. 


Das t-wood Team wünscht Dir riesigen Erfolg und danach viel Spaß beim feiern ;)  

Foto: S. Hofschlaeger/pixelio.de

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