30 Sekunden lang schwerelos wie im All. Für Viele unvorstellbar. Simone Gutsche hat es erlebt – und das ganze 15 Mal hintereinander! Mehr Gegensatz geht kaum, denn normalerweise sitzt sie als Verwaltungsfachangestellte an der TU Ilmenau in einem gemütlichen Büro.
Schon als kleines Kind war sie fasziniert von dem Weltall, denn der Film E.T. zeigte ihr eine Welt, die sie unbedingt sehen wollte. Sie interessierte sich immer mehr für Planeten und Sterne, kaufte sich ein Teleskop und freut sich immer wieder über neue Bilder des Weltraumteleskops Hubble. Als dann das NASA-Programm in den USA um das Jahr 2000 heruntergefahren wurde war dies für sie ein kleiner Schock.

Doch ihre Neugier auf das Unbekannte da oben war ungebrochen. Sie recherchierte viele Monate selbst, was nun für neue Forschung entsteht und welche Möglichkeiten es in diesem Bereich gibt. Und dann erfuhr sie, dass die NASA ein Programm für ausländische Touristen auf die Beine gestellt hat. Hier kann man sich bewerben, um ein Astronautentraining im Kennedy Space Center in Cape Canaveral (Florida/USA) zu absolvieren. Prompt besorgte sie sich alle Gesundheitszeugnisse, die sie benötigte und bewarb sich um einen der begehrten Plätze.

Und im November 2016 war es dann soweit. Sie durfte mit 6 anderen Personen das Astronautentraining, in etwas einfacherer Form für Anfänger, durchführen. Am Ende bekam jeder ein Abschlusszeugnis, in dem die Leistungen des Trainings festgehalten wurden. Simone schien ein Naturtalent zu sein. Während Einige mit der Schwerelosigkeit oder dem schnell drehenden sogenannten „Space-Curl“ ihre Probleme hatten, machten ihr alle Aufgaben viel Spaß und sie absolvierte sie mit Bravour. Sie durfte sogar ein Space Shuttle selbst fliegen – zwar in einem Simulator, aber es fühlte sich ziemlich echt an!
Du fragst dich sicher, wie sie 30 Sekunden in der Schwerelosigkeit schweben konnte. Dafür fliegt ein extra umgebautes Flugzeug 15 Kilometer in die Atmosphäre, um diese Höhe wieder hinab auf die Erde zu stürzen. Erst kurz vor dem Boden wird es wieder hoch gezogen. Eine halsbrecherische Aktion, die Simone aber die Erfahrung ihres Lebens beschert hat.

Und Simone hat noch nicht genug davon. 2030 ist eine Mission zum Mars geplant. Und da will sie dabei sein! Dafür muss sie weitere Trainings absolvieren, bis sie gut genug ist, die Tour zum roten Planeten anzutreten. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, den Simone bereit ist zu gehen. Wir wünschen ihr weiterhin viel Erfolg bei der Erfüllung ihres großen Traums.


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